Aufbereitungsempfehlungen

Hartmetallbohrer, chirurgische Bohrer und Fräser rostfrei, Wurzelkanalinstrumente rostfrei, Diamantinstrumente (Seite Drucken!>> PDF)

Für: Hartmetallbohrer, chirurgische Bohrer und Fräser rostfrei, Wurzelkanalinstrumente rostfrei, Diamantinstrumente

Bei den nachstehenden Empfehlungen zur Aufbereitung ist durch den Hersteller der Instrumente sichergestellt, dass diese produktverträglich und geeignet sind. Dem Anwender obliegt die Verantwortung, dass die tatsächlich durchgeführte Aufbereitung mit verwendeter Ausstattung, Materialien und Personal in der Aufbereitungseinrichtung die gewünschten Ergebnisse erzielt und erforderlichen Kennzeichnungen der Instrumente sowie Dokumentationen durchgeführt werden.

Bitte beachten Sie zusätzlich die in Ihrem Land gültigen Rechtsvorschriften sowie die Hygienevorschriften der Arztpraxis bzw. des Krankenhauses.

Vor dem erstmaligen Einsatz am Patienten und sofort nach jedem Gebrauch müssen rotierende Instrumente desinfiziert, gereinigt, getrocknet und - soweit erforderlich - sterilisiert werden.

Einschränkungen der Wiederaufbereitung:

Sofern die Instrumente nicht als Einmalprodukt gekennzeichnet sind, können alle Instrumente wieder verwendet werden. Das Ende der Gebrauchfähigkeit ist nur bestimmt durch den Verschleiß oder durch Beschädigungen der Instrumente. Es unterliegt der Verantwortung des Arztes, beschädigte und abgenutzte Instrumente frühzeitig auszusortieren.

Aufbewahrung:

Gebrauchte Instrumente sofort in ein Bohrerbad mit spezieller Desinfektions- und Reinigungslösung geben. Die Benutzungshinweise, Einwirkdauer und Eignung von Desinfektionssubstanzen für bestimmte Instrumentenarten sind den Angaben der Hersteller dieser Mittel zu entnehmen und unbedingt zu beachten. Wir empfehlen nur Präparate zu verwenden, die von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) oder von dem Robert Koch Institut (RKI) als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren veröffentlich wurden (www.dghm.de und www.rki.de).

Aufbereitung:

Die Aufbereitung kann maschinell oder manuell erfolgen. Wir empfehlen die maschinelle Reinigung und Desinfektion, dieses Verfahren ist validiert. Für die manuelle Aufbereitung ist ein standardisiertes Verfahren angegeben.

Maschinelle Reinigung:

Die Instrumente sind unmittelbar vor der maschinellen Reinigung unter fließendem Wasser abzuspülen.

Die Instrumente in geeigneten Ständern in einen handelsüblichen Reinigungs- und Desinfektionsautomaten geben: Validiert wurde:

Reinigungs-/Desinfektionsautomat Miele G 7735 CD,

Vario-TD-Programm: 

  • 4 min. Vorwaschen mit kaltem Wasser
  • 5 min. Waschen bei 55°C mit einem alkalischer Reiniger (0,5% Neodisher FA, Dr. Weigert, Hamburg)
  • 3 min. Neutralisation mit warmen Leitungswasser (>40°C)
  • 2 min. Zwischenspülung mit warmen Leitungswasser (>40°C).

    Nach Programmablauf die Instrumente entnehmen und trocknen (vorzugsweise nach RKI-Empfehlung mit Druckluft).

    Eine Sichtprüfung auf Unversehrtheit und Sauberkeit vornehmen, bei Restkontamination den Vorgang wiederholen.

    Manuelle Reinigung:

    Die Instrumente unter fließendem Wasser abspülen.

    Stark verschmutzte Instrumente sollten manuell vorgereinigt werden, durch Einweichen der Instrumente in kaltem Wasser und entfernen der Schmutzpartikel mit einer weichen Bürste.

    Die Instrumente in Siebbehältern in ein Ultraschallbad mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel geben.

    Die Benutzungshinweise, Einwirkdauer und Eignung von Desinfektionssubstanzen für bestimmte Instrumentenarten sind den Angaben der Hersteller dieser Mittel zu entnehmen und unbedingt zu beachten. Wir empfehlen nur Präparate zu verwenden, die von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) oder von dem Robert Koch Institut (RKI) als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren veröffentlich wurden (www.dghm.de und www.rki.de).

    Instrumente nach Ablauf der vorgeschriebenen Einwirkzeit gründlich mit fließendem Wasser (vorzugsweise destilliertes Wasser) abspülen und sofort trocknen (vorzugsweise nach RKI-Empfehlung mit Druckluft).

    Sichtprüfung auf Unversehrtheit und Sauberkeit vornehmen, bei Restkontamination den Reinigungsvorgang wiederholen. Da bei der manuellen Reinigung keine automatischen Verfahrensabläufe gegeben sind, ist die visuelle Prüfung von großer Bedeutung. Es empfiehlt sich ein Vergrößerungsobjekt zu verwenden.

     

    Sterilisation:

    Für die Instrumente und das Sterilisationsverfahren ist eine geeignete Verpackung zu wählen und es sind die Angaben des Herstellers des Sterilisators zu beachten.

    Als validiertes Verfahren empfehlen wir die Dampfsterilisation mit folgenden Parametern:

    • Fraktioniertes Vorvakuum (3fach)
    • Sterilisationstemperatur: 134°C
    • Haltetemperatur: 5 min (Vollzyklus)
    • Trocknungszeit: 10 min

    Stand 07/2011 Revision4

    Aufbereitungshinweise für nicht rostfreie Stahlinstrumente

    Allgemeine Hinweise:

    Stahlinstrumente (Stahlbohrer und –fräser) aus nicht rostfreiem Material können nicht im Autoclav sterilisiert werden. Daher eigenen sich Stahlinstrumente nur für Anwendungen, bei denen der Zahnarzt eine Desinfektion für ausreichend hält.

    Bei den nachstehenden Empfehlungen zur Aufbereitung ist durch den Hersteller der Stahlinstrumente sichergestellt, dass diese produktverträglich und geeignet sind. Dem Anwender obliegt die Verantwortung, dass die tatsächlich durchgeführte Aufbereitung mit verwendeter Ausstattung, Materialien und Personal in der Aufbereitungseinrichtung die gewünschten Ergebnisse erzielt und erforderliche Kennzeichnungen der Instrumente und Dokumentationen durchgeführt werden.

    Bitte beachten Sie zusätzlich die in Ihrem Land gültigen Rechtsvorschriften sowie die Hygienevorschriften der Arztpraxis bzw. des Krankenhauses.

    Vor dem erstmaligen Einsatz am Patienten und sofort nach jedem Gebrauch müssen Stahlinstrumente desinfiziert, gereinigt und getrocknet werden.

    Einschränkungen der Wiederaufbereitung: 

    Sofern die Instrumente nicht als Einmalprodukt gekennzeichnet sind, können alle Instrumente wieder verwendet werden. Das Ende der Gebrauchfähigkeit ist nur bestimmt durch den Verschleiß oder durch Beschädigungen der Instrumente. Es unterliegt der Verantwortung des Zahnarztes, beschädigte und abgenutzte Instrumente frühzeitig auszusortieren. 

    Behandlung nach Gebrauch:

    Gebrauchte Instrumente sofort in ein Bohrerbad mit spezieller Desinfektions- und Reinigungslösung geben. Für Stahlinstrumente ist ein Bohrerbad mit Korrosionsschutz notwendig. Wir empfehlen das Produkt von DürrDental ID 220. Die Benutzungshinweise, Einwirkdauer und Eignung von Desinfektionssubstanzen für bestimmte Instrumentenarten sind den Angaben der Hersteller dieser Mittel zu entnehmen und unbedingt zu beachten. Es sollten nur Präparate verwendet werden, die von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) oder Robert Koch Institut (RKI) als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren veröffentlich wurden.

    Aufbereitung

    Die Aufbereitung bei Stahlinstrumente erfolgt manuell. Die Instrumente unter fließendem Wasser gründlich abspülen.

    Stark verschmutzte Instrumente sollten mit einer weichen Bürste vorgereinigt werden. Die Instrumente in Siebbehältern in ein Ultraschallbad mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel geben.
    Für Stahlinstrumente ist ein Bohrerbad mit Korrosionsschutz notwendig. Wir empfehlen das Produkt DürrDental ID 220. Die Benutzungshinweise, Einwirkdauer und Eignung von Desinfektionssubstanzen für bestimmte Instrumentenarten sind den Angaben der Hersteller dieser Mittel zu entnehmen und unbedingt zu beachten. Es sollten nur Präparate verwendet werden, dien von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) oder Robert Koch Institut (RKI) als wirksam befundenen Desinfektionsverfahren veröffentlich wurden (www.dghm.de und www.rki.de ).

    Instrumente nach Ablauf der Einwirkzeit sofort gründlich trocknen (vorzugsweise nach RKI-Empfehlung mit Druckluft).

    Sichtprüfung auf Unversehrtheit und Sauberkeit vornehmen, bei Restkontamination den Reinigungsvorgang wiederholen. Da bei der manuellen Reinigung keine automatischen Verfahrensabläufe gegeben sind, ist die visuelle Prüfung von großer Bedeutung. Es empfiehlt sich ein Vergrößerungsobjekt zu verwenden.

    Stand 07/2011 Revision4